05.05.2015

Vorsicht beim Black-Jack!

Amtsgericht München, Urteil vom 26.09.2014 – 1115 Cs 254 Js 176411/13

 

 

Ein 25-jähriger Malermeister aus München spielte das Kartenspiel >>Black-Jack<< im Internet und gewann dabei eine Geldsumme von rund 64.000 €.

Das Problem war, dass der Internetanbieter dieses Spiels seinen Sitz in Gibraltar hatte und nicht berechtigt war, in Deutschland derartige Glückspiele anzubieten. Dies wusste der junge Mann angeblich nicht.  

 

Da die Beteiligung an einem unerlaubten öffentlichen Glückspiel gem. §§ 284, 285 Strafgesetzbuch verboten ist, wurde der Spieler von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Die Staatsanwaltschaft berief sich darauf, dass die Nutzungsbedingungen des Spieles den Hinweis darauf enthielten, dass das Internet-Glücksspiel in manchen Ländern verboten sei und der Spieler daher eigenständig zu prüfen habe, welche Rechtslage in dem jeweiligen Land gelte. Diese Nutzungsbedingungen habe der Angeklagte akzeptiert.

 

Der Strafrichter sah es auch so und verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 2.100 €. Zudem wurde der Gewinn von 64.000 € eingezogen. Das Gericht stellte klar, dass der Spieler die Nutzungsbedingungen hätte Lesen müssen, bevor er sie akzeptiert. Hätte der Angeklagte die Hinweise gelesen und sich bezüglich der Strafbarkeit informiert, so würde er auf die Unzulässigkeit des Glückspiels durch einfachste Recherche im Internet leicht stoßen können, so das Gericht.

 

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